PM 42 – Steigende Immobilienumsätze in Bayern zu Jahresbeginn 2026

Transaktionsvolumen im ersten Quartal 2026 rund 7 % über Vorjahresniveau

„Der bayerische Immobilienmarkt setzte seine Erholung auch zu Beginn des Jahres 2026 fort. Nach der Stabilisierung im Jahr 2024 und der spürbaren Belebung 2025 nimmt die Marktaktivität weiter zu – trotz weiterhin anspruchsvoller Rahmenbedingungen“, so Prof. Stephan Kippes, Leiter des IVD-Marktforschungsinstituts. „Allerdings ist zu berücksichtigen, dass die Zahlen für das erste Quartal 2026 noch überwiegend vor der Eskalation des Iran-Konflikts erhoben wurden. Dessen wirtschaftliche Folgen – insbesondere steigende Energiepreise und wachsende Unsicherheiten – dürften sich erst in den kommenden Quartalen deutlicher in den Marktdaten niederschlagen.“

Die positive Entwicklung aus dem Jahr 2024 setzte sich 2025 fort: Nach 13,5 Mrd. € im ersten Quartal bewegten sich die Umsätze im weiteren Jahresverlauf stabil zwischen 13,2 Mrd. € (Q2 2025) und 14,1 Mrd. € (Q4 2025). Auch das erste Quartal 2026 knüpfte daran an: Mit einem Transaktionsvolumen von 14,5 Mrd. € wurde der Vorjahreswert um 7,4 % übertroffen.

Deutschlandweit wurde zwischen Januar und März 2026 ein Transaktionsvolumen von insgesamt 74,9 Mrd. € registriert. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Plus von rund 6,7 %.

„Die Entwicklung zu Jahresbeginn spricht für eine spürbar verbesserte Marktstimmung. Das stabilere Zinsniveau hat das Käuferinteresse belebt und die Abschlussdynamik erhöht. Gleichzeitig dürfte der Ende Februar eskalierte Iran-Konflikt die Rahmenbedingungen im weiteren Jahresverlauf wieder eintrüben. Steigende Energiepreise, zunehmender Inflationsdruck und konjunkturelle Unsicherheiten könnten die Investitionsbereitschaft wieder dämpfen. Entsprechend bleibt die weitere Entwicklung auf dem Immobilienmarkt eng an die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen gekoppelt“, beschreibt Prof. Kippes die aktuelle Lage.

Die Immobilienumsatzanalyse des IVD-Instituts basiert auf den Grunderwerbsteuerdaten, das heißt der durch die Finanzverwaltung vereinnahmten Grunderwerbsteuer. Share-Deals, bei denen Immobilien oder auch grunderwerbsteuerbefreite familieninterne Umschichtungen in einem Unternehmensmantel gehandelt werden, sind in den untersuchten Immobilienumsätzen nicht enthalten.

Pressemitteilung zum Download

Neugierig auf alle Zahlen und Trends? Alle Marktberichte finden Sie im Webshop: