Neuerrichtete Mietwohnungen mit spürbarem Preisanstieg im letzten halben Jahr
„Dank der Lage in der Metropolregion München sowie der räumlichen Nähe zum Münchner Flughafen gehört die Region Landshut zu den wirtschaftsstärksten Gegenden in Bayern – traditionell hoch ist dementsprechend auch die Nachfrage am Wohnimmobilienmarkt der Stadt Landshut“, erklärt Prof. Stephan Kippes, Leiter des IVD-Marktforschungsinstituts, anlässlich der Veröffentlichung des neuen CityReports Landshut, der die Marktentwicklung auf dem Wohnimmobilienmarkt der Stadt analysiert und Auskunft über das aktuelle Kauf- und Mietpreisniveau gibt. „Während am lokalen Mietmarkt weiterhin ein ausgeprägter Nachfrageüberhang zu beobachten ist, stabilisiert sich Nachfrage am Wohneigentumsmarkt zunehmend.“
Immobilienkäufer treffen ihre Entscheidungen heute wesentlich sorgfältiger als in den Boomjahren vor der Zinswende. Geachtet wird verstärkt auf Faktoren wie die Energieeffizienz, der Modernisierungsbedarf sowie die Wirtschaftlichkeit angesichts gestiegener Bau- und Finanzierungskosten. Gerade gut gepflegte, modernere Bestandsobjekte ohne einen merklichen Sanierungsstau sowie energetisch hochwertige Neubauten stoßen inzwischen dennoch wieder auf ein hohes Interesse. Während im Bestand zumindest ein überschaubares Angebot vorhanden ist, hat sich dieses im Neubau in den letzten Jahren spürbar verknappt. Zahlreiche Projektentwicklungen wurden angesichts schwieriger Rahmenbedingungen zurückgestellt oder gar abgestoppt.
Für gebrauchte Eigentumswohnungen mussten Käufer in Landshut im Frühjahr 2026 durchschnittlich 4.170 €/m² aufbringen. Ein leichtes Wachstum von +1,0 % im Halbjahresvergleich gegenüber Herbst 2025 unterstreicht die allmähliche Belebung am Markt. Neuerrichtete Eigentumswohnungen blieben auf hohem Niveau preisstabil bei im Schnitt 6.300 €/m².
Moderate Kaufpreisnachlässe gegenüber Herbst 2025 konnten bei gebrauchten Häusern beobachtet werden. Für entsprechende freistehende Einfamilienhäuser wurden im Frühjahr 2026 durchschnittlich 775.000 € (-3,1 %) aufgerufen; Doppelhaushälften lagen bei 698.000 € (-0,3 %) und Reihenmittelhäuser bei 555.000 € (-0,9 %).

Die Nachfrage am Landshuter Mietwohnungsmarkt übersteigt das vorhandene Angebot deutlich. Moderne gut geschnittene Wohnungen in zentralen oder infrastrukturell gut angebundenen Lagen, die am Markt offeriert werden, sind innerhalb kürzester Zeit vergriffen. Auch fehlt es insbesondere im mittleren Preissegment an adäquaten Mietangeboten.
„In einzelnen Quartieren entstehen zwar durchaus neue Wohnungen, der Bedarf kann hieraus jedoch bei Weitem nicht gedeckt werden,“ berichtet der IVD-Markt-berichterstatter Georg Röder, von Georg Röder Immobilien in Landshut. „Die oft im oberen Preissegment angesiedelten Neubauwohnungen werden zudem häufig von Eigennutzern gekauft, während Kapitalanleger, die dem Markt neue Mietwohnungen zuführen könnten, nur rar vertreten sind.“
Über die vergangenen Jahre zog das Preisniveau in der größten niederbayerischen Stadt dementsprechend stetig an. Bei Mietwohnungen aus dem Bestand lagen die Mieten im Frühjahr 2026, unverändert zum Herbst 2025, bei durchschnittlich 12,80 €/m². Neuerrichtete Mietwohnungen verteuerten sich im aktuellen Halbjahresvergleich um +1,4 % auf 14,70 €/m².
Alle in dieser Pressemeldung genannten Werte beziehen sich, sofern nicht anders erwähnt, auf den guten Wohnwert bzw. die gute Wohnlage und sind nicht inflationsbereinigt.
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