PM 55 – Erneut starker Zuwachs an angebotenen Kaufimmobilien in allen Großstädten Baden-Württembergs – Marktstabilisierung gefährdet

Steigerungen der Angebotsmenge über 20 % in Reutlingen, Stuttgart, Heilbronn, Freiburg, Mannheim und Karlsruhe

 „Vor dem Hintergrund erheblicher Preis- und Energiekostensteigerungen sowie wirtschaftlicher und geopolitischer Unsicherheiten infolge des Ukrainekriegs setzte eine klare Trendwende am Wohneigentumsmarkt in der ersten Jahreshälfte 2022 ein. Der rasante Zins- und Inflationsanstieg sorgte für einen deutlichen Einbruch der Nachfrage, wodurch das Objektangebot in die Höhe ging. Zwischen Herbst 2024 und Herbst 2025 konnte eine beginnende Marktstabilisierung beobachtet werden, die aktuell durch die neue Nahost-Krise deutlich abgebremst wird“, erklärt Prof. Stephan Kippes, Leiter des IVD-Marktforschungsinstituts.

Das Angebot an Wohnimmobilien in den Großstädten Baden-Württembergs hat sich seit dem Ende des Booms am Wohneigentumsmarkt 2022 deutlich ausgeweitet. Eine aktuelle IVD-Auswertung auf IMV-Basis zeigt, dass die Kaufobjekte seit dem 1. Quartal 2022 spürbar häufiger am Markt verfügbar sind. Bis zum Auftaktquartal 2026 stieg die Zahl der angebotenen Kaufimmobilien im Durchschnitt der Großstädte Baden-Württembergs – trotz der zwischenzeitlichen Marktstabilisierung – um +63 %.

Im Jahresvergleich (1. Quartal 2025 – 1. Quartal 2026) stiegen die Zahlen im Durchschnitt der Großstädte Baden-Württembergs um ein gutes Fünftel (+21 %). Insbesondere Reutlingen (+34 %), Stuttgart (+25 %), Heilbronn (+24 %) sowie Freiburg, Mannheim und Karlsruhe (je +22 % bzw. +21 %) wiesen verhältnismäßig hohe Steigerungen bei der Anzahl von angebotenen Kaufimmobilien auf.

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